Hamstern empfohlen… Aber wie und was?

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Wenn alles so läuft, wie unsere Regierung es möchte, dann erlebt das „Keller-Dasein“ eine echte Renaissance. Zwar heißt es, dass ein Angriff auf Deutschland, welcher eine „konventionelle Verteidigung“ erfordert, unwahrscheinlich ist. Aber dennoch sollen sich alle Bürger zukünftig wieder rüsten, um auf eine „für die Zukunft nicht auszuschließende existenzbedrohende Entwicklung“ vorbereitet zu sein.

Eigentlich gar nicht lustig das Thema, aber seitdem ich von dem geplanten Zivilschutz-Konzept lese, denke ich immer wieder an den alten Keller meiner Großmutter – mit all den Einmachgläsern, der großen Kartoffelkiste und dem modrigen, feuchten und dunklen Klima. An die alte Holztreppe, die man uns Kinder immer hinunterschickte, um ein Glas eingemachte Pflaumen für die Großmutter zu holen. Meine Güte, jedes Mal hatte ich Angst, dass jemand hinter mir die Bodenklappe zum Keller schließt und ich gefangen bin… Hatte ich schon total verdrängt, diese Angst. Passt doch, dass sie jetzt wieder zum Vorschein kommt. Jetzt, wo ich überlege, ob ich wegen dieses Zivilschutz-Konzeptes besser Angst haben oder mich sicherer fühlen sollte.

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Hallo Frau Nachbarin…

Mensch

Hand aufs Herz – wieviel Eurer Nachbarn kennt Ihr persönlich? Wisst ihre Namen, ihre Jobs, ihre Hobbies oder kennt ihr persönliches Lebensumfeld?

Bei uns auf dem Land geht es ja noch – obwohl auch ich die meisten meiner Nachbarn nur vom Sehen kenne. Doch manchmal entsteht ein kleiner Plausch am Gartenzaun: „Schauns mal, da drüben haben sie alle Bäume abgeholzt – da wird sicher neu gebaut… Wissen Sie da was? Wer da einzieht, was das für Leute sind?“ Oder zum Beispiel jetzt in der Urlaubszeit – da muss regelmäßig der Postkasten geleert werden, wenn man nach der Heimkehr keine Strohblumen in rissiger Erde vorfinden möchte, sollten die Pflanzen gegossen werden und überhaupt – es kann nicht schaden, wenn ab und zu einfach mal jemand nach dem Rechten schaut…

Oder: es muss ein Loch gebohrt werden, man hat aber keine Bohrmaschine zur Hand. Die Schwiegerelten haben sich kurzfristig angekündigt und als treusorgende Gattin ihres Sohnes möchte man ihnen einen selbstgebackenen Kuchen präsentieren. Leider keine Eier im Haus und keine Zeit mehr zum Einkaufen. In solchen Fällen ist das was in den letzten Jahren furchtbar in die Schublade „nutzlos und kann vernachlässigt werden“ verschwunden ist – die Rettung: eine gute Nachbarschaft!

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Die Welt ist müde… Earth Overshoot Day

Earth Overshoot Day

Durch Zufall habe ich überhaupt von ihm erfahren und – den sozialen Medien, die nicht immer gut davonkommen, sei diesmal Dank – bin zu einer wichtigen aber vor allem erschreckenden Erkenntnis gelangt. Ab dem 8. August leben wir auf Pump – der „Earth Overshoot Day“, der Welterschöpfungstag ist gekommen.

Der Earth Overshoot Day ist der Tag, an dem die Weltbevölkerung die Ressourcen verbraucht hat, die die Erde maximal verkraften kann. Seit gestern verbrauchen wir alle mehr, als die Erde in diesem Jahr überhaupt wieder herzustellen in der Lage ist. Hallo? Wir haben Anfang August! Das Jahr 2016 hat noch ein paar Tage, Wochen und Monate! Tage, Wochen und Monate, an denen wir auf Pump leben! Wir machen Schulden bei Mutter Erde mit dem ganz klaren Wissen, diese nie auch nur ansatzweise zurückzahlen zu können!

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Seit gestern verschulden wir uns bei ihr – die Erde…

Ist dieser frühe traurige Tag nur Zufall? Oder nur deshalb so früh, weil irgend etwas Besonderes passiert ist, was dieses entschuldigen könnte? Nein! Es ist ganz normal und leider ein sehr trauriger Trend, dass der Earth Overshoot Day immer früher im Jahr erreicht wird.

Ich bin wirklich absolut kein Öko-Typ, man kann mich eher als konsum-geneigt bezeichnen. Ich mag meine Taschen und Schuhe, meine Klamotten, gehe gern gut essen und trinke gern ein gutes Glas Wein. Ich esse Fleisch, gehe wahnsinnig gern shoppen und schau nicht immer auf Herkunft, Bio-Label oder Herstellungsweise meiner Konsumgüter. Aber mich erschreckt das mit dem Earth Overshoot Day und ich musste mich da besser informieren. Also habe ich einige Fakten gesammelt und gleichzeitig möchte ich an Euch alle appellieren, nur ein ganz klein wenig respektvoller mit der Erde und ihren Ressourcen umzugehen.

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Lieblingssongs – Hallelujah zum Beispiel

hallelujah

Ich habe gehört, dass es ein geheimer Akkord war,
den David spielte und der Gott gefiel.
Aber du scherst dich nicht um Musik, oder ?

Es geht so: Die Quarte, die Quinte
moll runter, Dur rauf
Der verwirrte König komponierte Halleluja

Halleluja…

Dein Glaube war stark, doch du brauchtest einen Beweis
Du sahst sie auf dem Dach baden
Ihre Schönheit und das Mondlicht überwältigten dich
Sie band dich an einen Küchenstuhl
Sie brach deine Macht und sie schnitt dir die Haare
Und sie entlockte deinen Lippen das Halleluja

Halleluja…

Liebes, ich war schon mal hier zuvor
Ich kenne diesen Raum, und habe diesen Flur schon mal durchquert
Ich lebte alleine, bevor ich dich kennenlernte
Ich sah deine Flagge am Triumphbogen
Liebe ist kein Triumphzug
Es ist ein kaltes und gebrochenes Halleluja

Halleluja…

Du sagst, ich würde den Namen Gottes missbrauchen,
dabei kenne ich den Namen nicht einmal.
Aber wenn es denn so ist, welche Bedeutung hätte das denn für dich?
In jedem Wort strahlt ein gewisser Lichterglanz,
es macht keinen Unterschied welches du gehört hast:
Das heilige oder das zerbrochene Halleluja.

Hallelujah…

Ich habe mein Bestes gegeben. Ich weiß, es war nicht viel.
Ich war unfähig zu fühlen, und darum habe ich Kontakt gesucht.
Ich sage die Wahrheit, ich bin nicht gekommen um dir was vorzumachen.
Und auch wenn alles schief gelaufen ist, stehe ich vor dem Gott der Musik mit nichts auf meiner Zunge als Halleluja.

Hallelujah…

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Es wird später – juchhu, stehen im Stau…

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In ganz Deutschland sind Sommerferien – und das wird man auf Europas Autobahnen in den kommenden Tagen zu spüren kriegen. „Uns erwartet das Spitzenstauwochenende dieses Reisesommers“, sagt ein ADAC-Sprecher über die nächsten zwei Tage. Das werden wohl die verkehrsreichsten Urlaubstage des Jahres…

Ich verstehs einfach nicht! Warum müssen denn eigentlich alle Urlauber am Wochenende losfahren? Man weiss doch schließlich seit Jahren, wie wahrscheinlich an diesen Tagen ein stundenlanger und nerviger Stau-Aufenthalt ist… Es ist doch deutlich entspannter, ökonomischer und stressfreier, am Dienstag oder Mittwoch auf Deutschlands ruhigeren Autobahnen dahinzucruisen…

Aber ganz ehrlich? Ich hab ja die Vermutung, dass bei uns Deutschen der Stau schon mit zum richtigen Urlaubsfeeling gehört… Nein, ehrlich! Ich kann mich noch gut an früher erinnern: in unserem alten VW-Bus fuhren wir mit 8 Personen und Gepäck für zwei Wochen nach Spanien. Es war eng, wir quetschten Klamotten, Luftmatrazen und auch Lebensmittel in jede verfügbare Ritze des Busses. Wir Kinder mussten die Füße anziehen und immer abwechselnd durfte sich einer von uns auf die hintere Ablage legen um eine Runde zu schlafen. Ja, so war das bei uns früher…

Heute gleicht ein Urlausauto doch einem geräumigen Entertainment-Studio oder nicht? Ein Riesen-Van, -Bus oder -SUV mit übergroßem Kofferraum, in welchem neben der Daunenjacke (für die kühleren Nächte), den Funktionsklamotten (wenns mal regnet), den Sommerkleidchen, den Jogging-Klamotten, der Bergausrüstung, den Tauch-Utensilien natürlich mehrere Luftmatrazen, ein Sonnenschirm, Spielzeug für die Kinder und die eigene Bettwäsche locker hineinpassen. Die Rücksitzbank ist vollgestopft mit „Unterhaltungs-Utensilien“ für die lieben Kleinen, das Einhänge-Plastik-Regal ist an der Rückseite des Fahrer- und Beifahrersitzes angebracht. Gleich darüber natürlich der Fernseher mit dem integrierten DVD-Player zur Bespaßung mit Kinderfilmen.

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