Puppe oder Spion? Stefan oder Cayla?

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Es ist zwar schon eine Ewigkeit her, aber meinen Kindheits-Begleiter Stefan werde ich niemals vergessen. Stefan war ganz sicher die ersten sechs Jahre meines Lebens mein ein und alles. Ich zog ihn bunt an, manchmal passierte es, dass ich ihm aus Versehen fast den Arm ausriss und manchmal wollte ich aus ihm unbedingt ein Mädchen machen, deshalb wurden ihm ganz einfach mit einem roten Filzstift die Lippen angemalt… Stefan hatte auch keine Haare, ich konnte ihm also niemals Zöpfe flechten – das war sein Glück!

Nein, Stefan war weder mein kleiner Bruder noch ein Nachbarskind – Stefan war meine über alles geliebte Puppe! Eine tolle Puppe, denn Stefan war immer da, wenn ich ihn brauchte. Und wenn ich ihn mal nicht brauchte, saß er ohne Murren und Knurren tagelang auf meinem Bett. Er beschwerte sich nie, dass ich ihn da so allein sitzen ließ weil vielleicht meine Rollschuhe eine Zeit lang mal wichtiger waren als er… Stefan vertraute ich viele Geheimnisse an – ich war ja sicher, dass er diese niemandem weitersagen konnte. Mit Stefan im Arm weinte ich, wenn ich traurig war und lachte wenn ich auf Wolke 7 schwebte… Er war mein bester Freund! Als ich in die Schule kam, trennten sich unsere Wege und mit der Zeit vergaß ich ihn einfach… Bis ich heute morgen einen Bericht in der Zeitung las. Da fiel mir mein Stefan wieder ein.

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Mein Name ist Cayla…

Die Puppe, über die ich las, heißt Cayla.




Ein hübsches Gesicht, lange blonde Haare und eine schöne leuchtende Halskette – das ist Cayla. Eine Puppe zum Liebhaben… Man kann Cayla sogar Fragen stellen. Die werden sogar beantwortet. Denn Cayla hat einen Sender und ein Mikrofon in ihrem Puppenkörper. „Cayla, willst Du meine Freundin sein?“ „Aber wir sind doch schon Freundinnen…“

Sobald Caylas Halskette leuchtet, nimmt sie alles im Raum auf und sendet diese Daten weiter. Und so landen nicht nur die Kinderstimmen beim US-Konzern Nuance Communications… Dort werden sie mit weiteren abermillionen „biometrischen Fingerabdrücken“, nämlich Stimmprofilen analysiert und verarbeitet. Stellt ein Kind Cayla eine Frage, wird sie sofort online erfasst, gegoogelt und über Cayla beantwortet.




Cayla ist ein „Smart-Toy“, das sich über die Bluetooth-Funktion mit anwesenden Smartphones verbindet. Damit hat sie automatisch Zugriff auf Adresslisten und alle anderen Daten dort. Doch Rettung naht: die Bundesnetzagentur hat sich Cayla mal genau unter die Lupe genommen und das Spielzeug jetzt einfach mal verboten. Denn Cayla ist mehr als eine Puppe – sie ist eine nahezu perfekte Abhöranlage. Und der Besitz solcher Anlagen ist strafbar. Deshalb sollen jetzt alle Caylas vernichtet werden…

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Echte Freunde…

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Nächste Woche ist Valentinstag. Und das bedeutet – sind wir doch mal ehrlich – nicht viel mehr als Umsatzrekorde bei Blumenhändlern und unzählige Pralinenschachteln, die in Vorratsschränken ihr Dasein bis zum nächsten Besuch fristen.

Denn im Februar sind wir definitiv noch ganz am Anfang der Frühjahrsdiät, die uns spätestens im Mai die gewünschte Bikini-Figur ermöglicht (hoffentlich!). Blumen sind schick und machen uns immer Freude – vor allem im Februar, wenn sich draußen in Sachen Frühlingserwachen noch so gar nichts tut…




Aber egal, jede von uns mag etwas anderes am Valentinstag. Ist auch wirklich wurscht, weil die Hauptsache ist doch, dass man geliebten Menschen zeigt, dass man sie gern hat. Wobei ich da schon wieder abschweifen könnte, denn sollte man das wirklich nur auf einen Tag im Jahr beschränken? Jedoch… ein anderes Thema und ich werde nicht abschweifen, sondern jetzt auf das kommen, was ich wirklich sagen möchte…

Morgen ist der 11. Februar und das ist nicht nur der Tag, der drei Tage vor dem Valentinstag liegt. Nein, der morgige Samstag ist ebenfalls ein weltweit begangener Feiertag: „Der-schließe-neue-Freundschaften-Tag“ findet jedes Jahr an diesem Datum statt. Er soll genutzt werden, um neue Freunde zu finden. Wir sollen rausgehen und neue Leute kennenlernen und wir sollen versuchen, lebenslang haltende Freundschaften zu schließen. Aha…

Ich habe kurz überlegt – erstens einmal frage ich mich da ernsthaft: Brauche ich mehr Freunde? Wieviel Freunde habe ich? Was stelle ich mir unter Freundschaft vor und was stellen sich meine „Freunde“ unter Freundschaft vor?

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Ziemlich beste Freunde… Echte Freunde?




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Worum ich die Monegassen beneide…

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Nun ja, je älter ich werde, umso häufiger denke ich auch über das Älterwerden nach. Der Zenit ist durch, die Hälfte meines Daseins habe ich wohl hinter mir. Auch wenn ich ja überzeugt bin, dass in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren das Altwerden und vor allem das Alt-Sein völlig anders sein wird als heute – wir werden trotzdem einfach alt sein.

 

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Alt sein – wo, wie und wann wollen wir das?

Ob wir dann noch unter den Zipperlein und den der Senilität geschuldeten Krankheiten leiden, wie die Alten heute oder ob es medizinisch möglich sein wird, sich zumindest körperlich wie 20 oder 30 zu fühlen… Wer weiß das schon? Und ich für meinen Teil will das eigentlich auch gar nicht wissen – Überraschung!!!!!

Dennoch möchte ich so lang wie möglich leben – aber wem geht das nicht so!




Nun, natürlich können wir unsere Lebenserwartung in gewissem Maße auch selbst beeinflussen. Gesunde Lebensweise, viel Lachen, viel Bewegung, viel frische Luft, wenig Stress, wenig Ärger und und und… In den sogenannten „zivilisierten Ländern“ der Welt leben die Menschen erwiesenermaßen auch fast doppelt so lang wie in den „weniger entwickelten Ländern“. Doch dass es sogar deutliche Lebenserwartungs-Unterschiede innerhalb der hochentwickelten Zivilisationen gibt, das wusste ich bislang noch nicht.

In welchem Ländern leben also die Menschen am längsten? Und wohin sollten wir auswandern, wenn wir einfach noch länger leben möchten?

Also, in Down Under werden die Menschen im Schnitt 81,91 Jahre alt. Damit liegt Australien unter den Top Ten der Länder mit der längsten Lebenserwartung. Im Land der Känguruhs und Koalas lebt es sich scheinbar stressfreier und entspannter. Naja, die putzigen Koala-Bären gehen dort vielleicht als Vorbild durch – sie schlafen nämlich bis zu 20 Stunden am Tag… Laut Forschung ernähren Australier sich gesünder und das gesamte Gesundheitssystem ist besser – zumindest wenn man sich nicht gerade im Outback aufhält…

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Dafür gibt’s kein Wort! Oder doch?

Geht es euch auch so? Manchmal ist man in einer Situation, hat ein Gefühl oder möchte etwas beschreiben…. Und es fehlt einem das Wort für genau diese Sache. Es gibt zwar immer etwas, was das, was man ausdrücken möchte, näher beschreibt, aber es fehlt einfach ein Wort dafür. Dabei würde ein Name für diese Sache einiges einfacher machen…




Ein Beispiel:

Ich schlendere mit meiner Freundin durch die Fußgängerzone und direkt vor uns geht eine toll gestylte, klasse frisierte und mit einer Bombenfigur ausgestattete Artgenossin. Eine ganze Weile geht sie vor uns daher und wir bewundern sie heimlich von hinten. Als diese Wonder-Woman dann irgendwann vor einem Schaufenster stehenbleibt und wir an ihr vorbeigehen, drehen wir uns uns unauffällig um und sehen ihr ins Gesicht…. Oh Schreck! Von vorn ist unser Frauenwunder auf einmal eine maskierte, überdimensional geliftete und botox-starre Wasserstoff-Blondine im fortgeschrittenen Alter. So, all diese Worte beschreiben etwa annähernd dieses Wesen. Aber es gibt im Deutschen kein spezielles Wort dafür. Da können wir uns ein Beispiel an den Japanern nehmen, die haben nämlich eine Bezeichnung. „Bakku-Shan“ heißt in Japan eine Frau, die von hinten besser aussieht als von vorne. Tatsächlich, kein Witz!

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Ob da wohl Bakku-Shan dabei sind?

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Ich schlaf eben – da passiert doch nichts… Oder?

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Wir schlafen knapp die Hälfte unseres Lebens. Vergeudete Zeit? Keinesfalls! Der Schlaf ist fast so spannend wie das Wachsein und es passieren unglaubliche Dinge mit uns…

Ich liebe es, nach einem anstrengenden und voll gefüllten Tagesablauf, einem schönen Glas Rotwein zum feinen Abendessen daheim und einem insgesamt ruhigen Abend in mein Bett zu fallen. Mich in die Decke einzukuscheln und langsam – am besten noch mit schönen Gedanken – in den Schlaf hinüberzugleiten. Und am schönsten daran finde ich – leider bekomme ich das nicht sehr oft hin – die Phase, in der man sich zwischen Wachsein und Schlafen befindet. Schade, dieser Moment ist immer so kurz, meistens kriege ich ihn gar nicht mit…




Ein ruhiger, mit schönem Traum gefüllter und nicht unterbrochener Schlaf bis zum Morgen ist doch grandios, fast nicht zu überbieten. Und in unserem Alter alles andere als normal. Hitze-Attacken, häufiges Aufwachen und der – früher gabs ihn nicht – Druck auf der Blase, bestenfalls eine halbe Stunde bevor man sowieso aufstehen muss, machen die Nacht, sagen wir mal: unschöner.

Vielleicht weiß ich deshalb den ruhigen Schlaf heute mehr zu schätzen als früher. Und vielleicht genieße ich ihn deswegen auch viel mehr. Einfach toll, so ein schöner Schlaf…

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Es gibt doch kaum etwas Schöneres als einen guten Schlaf…

Und zukünftig werde ich mit noch besserem Gefühl schlummern, denn das Schlafen an sich ist nicht nur wichtig zur Erholung von Geist und Körper. Wenn wir schlafen, passieren jede Menge Dinge mit uns…




Angeblich nehmen wir im Schlaf ab. Wie bitte? Wenn das stimmt, werde ich ab sofort mein Abo im Fitness-Studio kündigen und 3 x pro Woche eine zweistündige „Schlafeinheit“ in mein Tagesprogramm einbauen. Wie cool ist das denn? Aber leider ist dieser Mythos nur bedingt wahr. Tatsächlich benötigt unser Körper auch im Schlaf Energie, doch so viel, dass dabei tatsächlich Kilos purzeln würden ist es leider nicht.

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