Von wegen jeder ist anders…

jederistanders

Wir haben mehr Gemeinsamkeiten als man denkt.

Unser Aussehen mag immer verschieden sein – kein Mensch gleicht dem anderen optisch zu hundert Prozent. Auch unser Charakter unterscheidet sich und macht jeden einzelnen von uns zu einem Individuum ohne dass zwei Menschen untereinander identisch sind. Faszinierend oder? Ich hoffe ja schon seit meiner Kindheit, einmal einem Menschen zu begegnen, der aussieht wie ich. Und zwar zu annähernd 100 Prozent. Schon oft habe ich mir vorgestellt, wie das wohl wäre… Hm, aber das wird wohl nichts, schade eigentlich! Wir sind alle verschieden, keiner von uns 7,5 Milliarden Menschen hat die gleiche DNA. Alle unterschiedlich…

DNA

Und doch gibt es ziemlich viele Dinge, die wir alle gleich tun oder alle schon erlebt haben. Dinge, über die man gar nicht wirklich nachdenkt. Dinge, über die man, wenn man über sie spricht, staunen, lachen oder weinen könnte. Und die wir alle schon einmal gemacht oder erlebt haben. Ihr glaubt es nicht? Dann bin ich gespannt, wem das folgende noch nicht passiert ist!




Das liegende Buttermesser

DAS Zeichen dafür, dass wir uns vielleicht noch ein Brötchen, eine Semmel oder ein belegtes Brot machen wollen: das benutzte Buttermesser wird am Spülbeckenrand abgelegt. Und zwar mit der Butterseite in das Spülbecken ragend! Na, wiedererkannt?

Durch die Galaxien reisen

Man reibt sich die Augen ein wenig zu hart und schon geht sie los, die Reise durchs Weltall. Unbekannte Dimensionen, bunte Farben, grelle Punkte und Lichter wie man sie sonst niemals zu sehen bekommt…

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Sich schon im Gefängnis sehen

Der Polizeiwagen fährt hinter Dir. Du hast nichts kriminelles getan und doch hast Du ein mulmiges Gefühl und fühlst Dich irgendwie ein bißchen kriminell…




Das Essen wird kalt

Das Essen ist fertig, nur noch schnell die Lieblingsserie anschalten und dann beim fernsehen genießen. Leider ist der Fernseher noch nicht angeschaltet, das Glas Wein noch nicht hergerichtet und der richtige Sender noch nicht gefunden und bis Carrie endlich vom Spritzwasser überrascht wird, ist das Essen kalt…

Da war doch ein Stuhl im Schlafzimmer…

Ja, wo ist er denn? Ich sehe nur einen Haufen Klamotten. Klar, Wäsche, die zu sauber für die Waschmaschine aber nicht mehr sauber genug für den Kleiderschrank ist, gehört genau hierhin: auf den Stuhl im Schlafzimmer… Gern auch mehrlagig!

Nachtrechnen

Jetzt habe ich noch 6 Stunden, 32 Minuten und 15 Sekunden Schlaf bis der Wecker klingelt – wenn ich in 2 Minuten einschlafe…

Allein mehrstimmig singen

In meinem Lieblingssong kann ich alle Stimmen mitsingen. Und zwar gleichzeitig…




Und? Kommt Euch das irgendwie bekannt vor? Komisch…

Und irgendwie habe ich das Gefühl, am Ende meiner Suche angekommen zu sein. Ihr alle seid mir so wahnsinnig ähnlich und auf die paar Prozent „Unähnlichkeit“ kann ich gut und gern verzichten…

Ich wünsch all meinen „Zwillingen“ da draußen ein schönes Wochenende! Und noch ein kleiner Tipp: heute ist ein hervorragender Tag für das mehrstimmige Singen! Ob im Auto, beim Putzen, Waschen, Bügeln oder einfach ohne was zu tun: dreht die Anlage zu Eurem Lieblingssong auf und singt mit. So laut Ihr könnt! Und je mehr Stimmen gleichzeitig umso besser… Viel Spaß!

Rätselhafte gefühlte Zeit…

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Für mich unerklärlich: eine Minute ist nicht immer gleich eine Minute. Eine Stunde fühlt sich manchmal an wie eine Minute und dann wieder wie ein Tag. 24 Stunden gleichen oft einem Wimpernschlag und dann wieder einer Woche. Eine Woche vergeht gestern wie im Flug, in sieben Tagen war sie ein gefühlter Monat und der März dauerte nur einen Augenblick, der Februar dafür wie ein gefühltes halbes Jahr…. Tickt die Uhr wirklich immer gleich?

Und das ist, so glaube ich, bei uns allen gleich. Ein langweiliger Arbeitstag vergeht quälend langsam. Ein Urlaubstag am Strand fliegt nur so dahin.

Psychologen meinen, das liegt an dem was wir erleben. Ist das viel Neues, vergeht die Zeit sehr schnell, ist es uns bekannt, erscheint die Zeit länger. Hm… Und warum kommt es dann allen älteren Menschen so vor, als würde die Zeit immer schneller vergehen? Auch das haben Psychologen natürlich unter die Lupe genommen. Sie fanden heraus, dass neue Erlebnisse im Rückblick die Zeit ausdehnen – vor allem emotionale Ereignisse. Und da diese im jungen Alter häufiger vorkommen, fühlt sich die Zeit länger an. Wer bekommt schon seinen ersten Kuss mit über 40?????




Und es gibt noch etwas interessantes zum Thema Zeitempfinden: je mehr man auf die Minuten achtet, je langsamer vergehen sie. Konzentriert man sich aber auf das, was man gerade tut, verfliegt sie schnell.

Mal ein paar Fragen: Wie lang ist Deutschlands Sieg beim Eurovision Song Contest her? Nein, nicht, zwei, auch nicht drei, sondern es sind sechs Jahre. Vor wieviel Jahren wurde der Euro eingeführt? …fiel die innerdeutsche Mauer? Bitte überlegt mal, wieviel Jahre das schon alles her ist…

Ich hab eine Idee: vielleicht sollten wir alle mal ein wenig abbremsen – und wieder viel mehr „erste Male“ erleben. Laut unserer Psychologen soll das sowieso ab einem Alter von 60 automatisch passieren. Das Vorbeirasen der Jahre ist dann vorbei – aber so lange müssen wir ja nicht warten!

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Wie wärs mal wieder mit einer Party?

Wie wäre es also mal wieder mit etwas Neuem? Egal, was es ist, entschleunigt Euren Tag! Damit würden wir doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: es wäre interessant und wir hätten mehr Zeit. Was könnte man also mal anders machen? Mir fallen da gleich viele Dinge ein, die ich heute anders und NEU machen könnte. Nach dem Aufstehen schleppe ich mich nicht gleich schlaftrunken in die Küche, um das Frühstück zu machen. Nein, ich öffne das Schlafzimmerfenster weit, höre den jetzt wieder trällernden Vögeln zu, pfeife vielleicht mal ein Tönchen mit, atme ein paar Züge tief ein und aus und freue mich, dass wieder Frühling ist. Und erst dann werde ich den Kaffee kochen, wahrscheinlich sogar  mit einem Lächeln im Gesicht.




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Man gönnt sich ja sonst nix…

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Schön und gut – das trifft es heute auf den Punkt. Vielleicht könnte man noch ergänzen: nur für ganz besondere Tage und nichts für den schmalen Geldbeutel. Aber – man gönnt sich ja nicht jeden Tag etwas so Feines.Ich spreche von einem Gourmet-Essen in einem *** – Restaurant.

Da war ich nämlich am Wochenende – zum allerersten Mal in meinem nun doch nicht so sehr kurzen Leben. Und es war so ein tolles Erlebnis, ich muss Euch einfach darüber schreiben.

Natürlich war ich aufgeregt. Neben der Erwartung, was da wohl alles auf mich zukommt – sowohl geschmacklich als auch fürs Auge – dominierte die Hoffnung, nichts falsch zu machen. Ja immer das richtige Besteck und das richtige Glas verwenden, die Serviette so auf dem Schoß gefaltet, dass sie beim Aufnehmen nie ganz auseinanderklafft, die Weingläser unbedingt immer nur am Stiel fassen… Und was man sonst noch so alles gehört und gelesen hat über das richtige Benehmen am Tisch.




Und das soll jetzt nicht heißen, dass ich noch nie gut gegessen hätte. Ich habe tatsächlich auch schon Sterne-Restaurants besucht, allerdings noch niemals eines mit dreien davon – also, ich finde, da durfte ich schon etwas aufgeregt sein oder?

Diese Aufregung hielt genau bis zu dem Moment, an dem ich am Tisch saß und meine Umgebung etwas genauer unter die Lupe nahm. Die Menschen um mich herum waren schon alle so interessant, dass ich selber ganz schnell total unwichtig wurde. Da war das ältere Ehepaar, er im schwarzen Anzug und sie im gesetzten Kleid derselben Farbe (oder Nichtfarbe?). Die sahen aus, als würden sie sich so etwas öfter mal gönnen… Ließen aber jeden zweiten Gang zurückgehen, weil es „geschmacklich nicht so passte“.

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So ziemlich fein sah das alles aus…

Oder am Tisch daneben – zwei gut gekleidete Damen etwa um die 60. Die hatten Spaß, tranken viel Wein, genossen das Essen und plauderten entspannt miteinander und mit den Mitarbeitern. Echt cool.

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Tu dies nicht, tu das nicht…

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In einem online-Frauenmagazin hab ich gestern etwas sehr interessantes gelesen: „Was Frauen über 30 niemals tun sollten…“

Ich war ziemlich gespannt, denn immerhin hätte ich das nun folgende seit zwanzig Jahren nicht mehr tun dürfen. Und noch bevor ich anfing, das zu lesen, überkam mich bereits die Panik. Was, wenn ich nun so gravierende Fehler begangen habe, dass mein Leben eine völlig falsche Richtung eingeschlagen hat? Was, wenn mir aus Unachtsamkeit und Unaufmerksamkeit fatale Fehler in  meiner Lebensplanung unterlaufen sind? Und alles nur, weil ich diesen Artikel nicht schon vor 20 Jahren gelesen habe…

Ich atmete drei Mal tief ein, schloss kurz meine Augen und wagte mich an die Lektüre von: Tipps, was man im Alter von über 30 auf keinen Fall mehr tun sollte…




Und hier sind sie:

Kaufe kein billiges Make-Up! Verwende lieber die Hälfte Deines Geldes für teure Schönheitsprodukte!

Gerade mal einen Satz gelesen, schon falsch gemacht… Das kann ja heiter werden…

Bist Du single? Dann höre nicht auf, Dich zu verabreden. Überlege, Deinen Job zu kündigen und eröffne Dein eigenes Café mit dem Namen: „Ich bin wirklich ein weiblicher Single über 30“

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Sehr cool: ein Date im eigenen Café…

Keine schlechte Idee! Zwar war ich auch mit 30 nur temporär mal Single, aber ich könnte mir vorstellen, dass mir das gefallen hätte. Ich konnte mich verabreden wann immer ich wollte und weil mir das Café ja selber gehören würde, konnte ich die Dates auch jederzeit beenden. Ich hätte wohl viel Geld für Kaffee gespart, denn ich hätte ihn zum Einkaufspreis bekommen. Und ich hätte viel Zeit, Benzin oder Geld für öffentliche Verkehrsmittel eingespart… Aber was würde ich denn als 50-jährige Single-Frau machen? Wahrscheinlich sollten wir eine Whisky-Bar eröffnen: dann könnten wir uns unsere Verehrer vorher „schön trinken“. Und andersherum…




Wenn Du verheiratet bist, lass die Spiele im Schlafzimmer nicht langweilig werden. Gib den Aktivitäten Feuer, zum Beispiel mit einer Massage mit Tabasco… Dein Mann wird es lieben!

 Ah, ok, hätte ich vielleicht vor zwanzig Jahren tatsächlich mal probieren können. Aber darf ich heute dann bitte noch geriebene Chili-Schoten unter das Tabasco mischen?????

Weg mit dem blauen Lidschatten! In Deinem Alter solltest Du lieber neutrale Farben verwenden!

Hallo? Geht’s noch? Was hätte ich denn für eine Auswahl gehabt mit 30? Braun und Beige? Oder etwa pink? Und was soll ich heute  machen? Gar keinen Lidschatten mehr? Ich habe echt lange genug geübt, dass der Lidschatten den ganzen Tag hält und sich nicht nach wenigen Minuten in die Falten verkriecht! Das kann doch nicht alles umsonst gewesen sein!!!! No way!

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love it oder hate it – Karneval, Fasching & Co.

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Es gibt noch mehr Namen dafür: Fasnacht, Fasnet, Fastabend, Fastelovend, Fasteleer oder fünfte Jahreszeit – das sind die Bezeichnungen, die ich auf wikipedia gefunden habe. Und all diese Namen für die wilde Zeit zwischen dem 11. November und Aschermittwoch benennen etwas, was wir entweder lieben oder hassen!

Hippie, Cowboy & Indianer, Hase, Schaf und Ziege. Maikäfer, Schmetterling, o.b., Kondom, Putzfrau oder Edelnutte – im Karneval kann jeder mal sein, was er möchte. Oder was er eigentlich nicht sein möchte…

Ich gebe zu, ich bin ein totaler Faschings-Muffel und damit gehöre ich zu einer von zwei Fronten, da gibt’s keine Kompromisse. Entweder feiert man ab, flippt tagelang aus, nimmt sich wertvollen Urlaub von Job und Familie und verbraucht gefühlte Tonnen Theaterschminke oder man verkriecht sich in der Wohnung und hofft, dass das Übel an einem vorbeizieht. Dazwischen gibt’s nicht nichts… Und ich bin die, die auf das Vorbeiziehen hofft.




Mal ehrlich, in den letzten Tagen ist es mir wieder extrem aufgefallen (man kann sich ja leider nicht komplett abschotten und ist dem sogenannten „bunten Treiben“ ja doch manchmal ausgeliefert). Da verwandeln sich Menschen, die man sonst eher in die Schublade „Mauerblümchen“ einordnet auf einmal in Super-Woman mit Brustimplantaten und Brazil-Butt aus Schaumstoff… Da platzt ein wie ein geclonter Horror-Clown aussehender Chef ins Büro und ruft: „Jemand einen Krapfen?“ Als wenn ich nach diesem Schreckensanblick Appetit auf diesen übersüßen, mit Puderzucker bestreuten Kuchen hätte, der auch noch ätzende Zuckerflecken auf meinem Schreibtisch hinterlässt und alles weiß einpudert…

love it oder hate it?

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