Monat: November 2016

Best Ager – bei uns ist was zu holen…

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Heute geht’s bei mir um – und das ist mir beim Schreiben eingefallen – die eierlegenden Wollmilchsäue unter uns Menschen. Oder besser noch: um eine unterschätzte Personengruppe, um die sich aber zukünftig viele Anbieter von Konsumprodukten reißen werden. Das Schöne dabei: ich spreche von uns! Von uns Menschen über 40 oder 50… Wir sind nämlich die neue Zielgruppe für Marketing-Profis weltweit. Und wir heißen: Generation Gold, Silver Ager, Golden Ager, Third Ager, Master Consumer, Senior Citizens – doch am allerbesten gefällt mir: BEST AGER!

Die Best-Ager-Definition nach wikepedia: Zielgruppe von Personen mit einem Lebensalter von über 50 Jahren. Und der Duden definiert uns so: Personen, die zur anspruchsvollen, konsumfreudigen Kundengruppe der über 40-jährigen, bzw. 50-jährigen gehört.




Aber wer oder was sind wir Best Ager tatsächlich? Auf jeden Fall ist der Name wieder so eine „Fehlkonstruktion“ wie „Handy“ – es gibt nämlich keine englische Herleitung. Ich vermute – nachdem ich diesen Beitrag hier fertiggestellt habe, dass es eher einige sturz-betrunkene Werbe-Fuzzys waren, die diesen Namen erfanden – auf einer Kneipentour und nicht ahnend, dass sie solch einen einschneidenden Erfolg bei Werbetreibenden in aller Welt haben würden…

Man sagt, die finanzielle Kaufkraft der „Best Ager“ sei exorbitant hoch, sie seien alles andere als alte Greise, die sich nur für Corega-Tabs interessieren oder sich auf Butterfahrten Heizdecken andrehen lassen. Sie hätten oft ein ansehnliches Vermögen angesammelt und seien konsumfreudig – und damit das perfekte Objekt, um marketing-technisch ganz besonders umgarnt zu werden.

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Hohe Kaufkraft und große Konsumfreudigkeit bei den Best Agers – darüber machen sich Marketingmenschen Gedanken…

Weiter fühlen sich Best Ager 10 bis 15 Jahre jünger als sie tatsächlich sind – sie sehen sogar deutlich jünger aus als die vorangegangene Generation. Auf den Punkt gebracht: Der Best Ager ist 55, sieht wie 48 aus, fühlt sich wie 42 und verhält sich wie 39!

Die genaue Werbe-Definition geht noch weiter (ui, wir müssen tatsächlich interessant sein, wer sonst wird so genauestens erforscht und durchleuchtet???):

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Jugendwörter – bist Du schon Fly oder noch oberaffengeil?

jugendsprache

Und wieder einmal ist das Jugendwort des Jahres gewählt worden. Ich habe gelesen, dass der Sieger selbst in der Jury kaum bekannt war: „Fly sein“ – ein Begriff aus der Hip-Hop-Sprache ist Gewinner und bedeutet, dass jemand oder etwas „besonders abgeht“. Mitfavoriten waren „isso“ und „Vollpfostenantenne“. Aha…




Sprechen die Youngsters wirklich so? Ich sollte vielleicht meine Neffen (18, 17 und 14) mal fragen, die wissen das sicher..

Für den Langenscheidt Verlag ist das aber wohl eh egal, für die ist diese Wahl nämlich eine reine Werbeaktion. Aha…

„isso“ bedeutet übrigens, dass man etwas oder jemandem zustimmt und die „Vollpfostenantenne“ ist ein Selfie-Stick. Aber das Wort fiel raus, weil laut Jury heute kein Mensch mehr das Wort „Vollpfosten“ benutzt. Aha… Wieder was gelernt!?!

selfiestick
Unterwegs mit der Vollpfosten-Antenne…

Und nochmal übrigens: ich bedaure fast ein wenig, dass es das „Jugendwort des Jahres“ erst seit 8 Jahren überhaupt gibt. Wäre doch klasse, wenn man heute nicht nur auf eine coole Jugend zurückblicken könnte, sondern auch auf jede Menge Wörter, die diese mit wenigen Silben näher beschreiben oder?

Ein weiteres übrigens übrigens, kennt Ihr die Jugendwörter seit 2008? Hier sind sie:

2008 – Gammelfleischparty (Ü-30 Party)
2009 – hartzen (rumhängen oder arbeitslos sein)
2010 – Niveaulimbo (damit ist das Absinken des Niveaus im Fernsehen, bei Partys oder Gesprächen gemeint)
2011 – Swag (lässig coole Ausstrahlung oder charismatisch-positive Aura)
2012 – Yolo (steht für „You Only Live One“ – Du lebst nur einmal)
2013 – Babo (Boss oder Anführer)
2014 – Läuft bei Dir (cool oder krass)
2015 – Smombie (aus Smartphone und Zombie zusammengesetzt, beschreibt jemanden, der von seiner Umwelt nichts mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt)

Tja, und in 2016 eben „Fly sein“.

Ich überlege gerade, welche Wörter denn eigentlich so meine Jugend beschreiben könnten und welche ich davon zu den „Jugendwörtern des Jahres 1980 bis 1990“ gekürt hätte… Da fallen mir diese ein:

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Wärmerekord 2016 – das können WIR gegen den Klimawandel tun!

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Die Weltorganisation für Meteorologie veröffentlichte vor einigen Tagen die Wetteraufzeichnungen von 2016 und die Prognose für dieses Jahr – von dem ich übrigens dachte, es wäre insgesamt zu nass, zu kalt und unbeständiger als der Durchschnitt gewesen… Völlig falsch gedacht!

2016 wird aller Voraussicht nach das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Und diesen Satz möchte ich jetzt sehr gern allen in die Ohren schreien, die den Klimawandel noch immer nicht wahrhaben wollen…

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die weltweite Durchschnittstemperatur in diesem Jahr 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Zeitalter liegt (also kurz vor dem 19. Jahrhundert). Und damit wäre es das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Der bisherige Hitzerekord wurde erst im letzten Jahr gemessen und er wird vermutlich 2016 bereits wieder übertroffen.




In Thailand zum Beispiel wurden 44,6 Grad gemessen, in Indien sogar 51 – absolute Hitzerekorde. Aber auch weltweit stieg die Temperatur erneut. Von Januar bis September lag die weltweite Durchschnittstemperatur nicht nur etwa 1,2 Grad über den Temperaturen des vorindustriellen Zeitalters, sondern auch 0,88 Grad über der Durchschnittstemperatur von 1961 bis 1990.

Und wen das jetzt noch immer nicht beunruhigt, das folgende sollte selbst vehemente Ignoranten überzeugen: In den arktischen Gebieten Russlands lagen die Temperaturen in diesem Jahr sechs bis sieben Grad (!) über dem langjährigen Durchschnitt.

Und auch auf die Gefahr hin, dass Euch das schon gar nicht mehr so richtig interessiert -weil, wir werden ja von vielen Seiten und das schon jahrelang mal mehr, mal weniger konfrontiert – hier trotzdem die besten und einfachsten Tipps, wie wir alle – jeder von uns – etwas gegen die Klima-Erwärmung tun können. Das alles hat wie wir wissen mit den CO2-Werten zu tun. Also, hier nun ein paar Dinge, die jeder von uns tun kann, um CO2 zu sparen:

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Alterslos – die neue Altersgruppe

alterslos

Das erste Mal passierte es vor etwa zwei Jahren. Ich begegnete einem Menschen, den ich seit mehr als 35 Jahren nicht gesehen habe – ein Schulkamerad aus der Grundschule und ein Jugendfreund aus meinem Heimatort, der im übrigen knapp tausend Kilometer von meinem Wohnort entfernt ist. Wir sind uns zufällig auf einem Markt über den Weg gelaufen. Dann gab es einen Augenblick, an dem wir uns ansahen, zack, in Sekundenbruchteilen habe ich meinen Schulfreund wiedererkannt. Er sah für mich ganz genau so aus wie zu Schulzeiten, hatte sich gar nicht verändert – in meinen Augen. Kaum vorstellbar, dass er jetzt auch schon 50 ist! Er könnte genauso gut 30 oder 40 Jahre alt sein – oder noch jünger – er war irgendwie ALTERSLOS!

Unnötigerweise stellten wir uns dann einander vor – wussten aber natürlich beide, wer da vor uns stand. Eine sehr skurrile und merkwürdige Situation, glaubt mir.

So oder ähnliche Situationen hatte ich seitdem öfter. Man trifft Menschen – langjährige Bekannte sind ebenso darunter wie Neubekanntschaften – die sind einfach ohne Alter, die können sowohl 20 als auch 60 sein… Ich meine hierbei nicht die Optik und das Aussehen, sondern das Gefühl und die Einstellung, die man diesen Menschen gegenüber empfindet.




Da ist zum Beispiel mein Fitness-Trainer. Ich weiß, er ist Anfang 20 und könnte damit definitiv mein Sohn sein. Bei jeder Anweisung die er mir gibt, gehorche ich blind. Ich schufte und schwitze, weil er dies von mir will. Ein Mensch, der mein Kind sein könnte, kommandiert mich herum und bevormundet mich, häh? Aber das liegt daran, dass er für mich kein Alter hat. Er hat Kompetenz, Professionalität und weiß was er tut – aber er ist für mich irgendwie alterslos…

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Mein Fitness-Trainer: alterslos

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Wir finden Chaos voll in Ordnung…

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Und heute mal wieder etwas aus dem Bereich: Ach was???? Das gibt’s???? Einer meiner besten Themenfinder ist seit langer Zeit der „kleine Kalender“. Hier wird man täglich informiert über die weltweiten Feier- und Thementage. Oh mein Gott, was ich da schon alles gelesen habe… Und jetzt gerade schau ich nach ziemlich langer Abwesenheit mal wieder auf die Seite… Und hab gleich wieder etwas für Euch entdeckt!

Am besten, Ihr macht es Euch heute nochmal so richtig gemütlich und bequem, genießt ganz viel Ruhe und Entspannung. Vielleicht geht Ihr in eine „Wellness-Hütte“, gönnt Euch eine ausgiebige Massage, ein schönes Mittagessen, einen coolen Drink und einen chilligen Nachmittag bevor Ihr heute abend ins Bett geht!




Denn wenn Ihr morgen – am 9. November 2016 – aufwachen werdet, dann ist er bereits da: der „Das-Chaos-nimmt-kein-Ende-Tag 2016“! Hä? Wie bitte? Ich habs mindestens fünf Mal gelesen, bevor ich das überhaupt annähernd kapiert habe. Tatsächlich! Morgen feiern wir weltweit nicht endende Tumulte, Hektik und Unordnung! Wie feiert man diesen Tag wohl auf der Welt? Der Vorspann zum Blockbuster in meinem Kopfkino läuft an…

Experten sind sich nicht ganz sicher, aber es gibt knapp 200 Länder auf der Erde. Und in all diesen Staaten gilt der „Das-Chaos-nimmt-kein-Ende-Tag“?

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