NOVEMBER – Depressionen oder Glücksgefühle?

baeume

So ganz einig bin ich da mit mir selber nicht. Manchmal finde ich den November echt schlimm! Dunkel, grau, kalt…. Und dann gibt’s wieder die Tage an denen ich den Herbstmonat wiederum echt schön finde. Mein Teufelchen und mein Engelchen – ständige Begleiter – streiten sich da öfter mal auf meinen Schultern…

Heute ist so ein Tag, da scheint mein Engelchen den Sieg davon zu tragen:

„Die Zeit ist umgestellt, es ist morgens früher hell und Du kannst viel besser aufstehen! Dein Biorhythmus ist noch auf Sommerzeit eingestellt, nutz das aus, dass Dein Körper noch eine Stunde voraus ist! Raus aus den Federn, geht ganz leicht!“

Oh ja, das ist echt super! Gut gelaunt geht’s in den Tag! Bis sich nachmittags gegen vier mein Teufelchen lautstark zu Wort meldet:

„Mann, schon wieder dunkel! Ich seh ja die Hand vor meinen Augen nicht mehr! Toller November! Pass bloß auf, dass Dein Vitamin-D-Haushalt stimmt! Geh mal lieber gleich in die Apotheke und decke Dich mit allerlei Vitamin-Präparaten ein. Diese Dunkelheit macht ja depressiv!“




Jetzt geht nicht mehr viel mit Freiluft-Aktivitäten – Biergarten, Strandbad und Straßencafés haben geschlossen.

„Wie schön“, schwärmt Engelchen, „endlich kannst Du das tolle Buch lesen. Das wolltest Du schon so lange. Machs Dir mal so richtig auf dem Sofa gemütlich, relax bei einer schönen Tasse Tee und genieße die Gemütlichkeit!“

tee
Glück: mit einer heißen Tasse Tee ab aufs Sofa

Mein Teufelchen hält dagegen:

„Hey, und was ist mit der ganzen Wäsche im Keller? Das Büro müsste auch mal wieder aufgeräumt werden. Und außerdem, schau doch mal aus dem Fenster. Wie kalt und grau schaut das da draußen aus! Da frierts einen ja schon beim rausschauen…“

(mehr …)

MESZ – Deine Zeit läuft ab…

sommer

Beneidenswert die Menschen in China, Indien, Argentinien, Arizona, Hawaii und Island. Auch die Bevölkerung von einigen Teilen der USA und Kanada sowie der meisten afrikanischen Nationen hat es echt gut. Nicht tauschen möchte ich dagegen mit Chilenen, Paraguayanern, Mongolen, Russen, Neuseeländern, Albanern, Kroaten, Libanesen, Marokkanern…

…Mazedoniern, Schweizern, Serben, Türken, Ukrainern, Afghanen, Ägyptern, Iranern, Israeli, Kubanern, Mexikanern und Pakistani. Wiederum sehr schön ist es auch in Äquatornähe und an den Polen. Mars, Mond, Jupiter oder andere Teile der Galaxis könnte ich mir auch ganz nett vorstellen.

Und warum? Ein Tipp: Zeit! Habt Ihrs? Noch ein Tipp: Manche notwendigen Gegenstände tun es von allein, andere muss man händisch bedienen. Und noch einer: unser Biorhythmus macht eine La-Ola-Welle nach der anderen…für ein paar Tage. Aber jetzt oder? Ich sag nur eines: MESZ! Nein, das ist nicht die Abkürzung für MITTE Oktober = ENDE vom SOMMER = ZICKENALARM! MESZ ist mein Sommerliebling, die MITTELEUROPÄISCHE SOMMERZEIT!




Und was ist mit der MESZ am nächsten Wochenende? Sie ist zu Ende! Spätestens jetzt ist für mich Winter! Spätestens mit dem Zurückdrehen des Uhrzeigers auf meinem Wecker verabschieden sich: T-shirt ohne Jacke tragen, draußen sitzen und Kaffee trinken, mit nassen Haaren die Zeitung reinholen, Sneakers ohne Socken tragen, den ganzen Tag alle Fenster geöffnet haben und so vieles mehr, was ich soo sehr mag. Dafür kommen Sachen wie: den Reißverschluss der Jacke immer bis ganz oben schließen, kein aus dem Haus gehen ohne Tuch oder Schal, keine Schuhe mit Ledersohlen mehr tragen, Dunkelheit früh morgens und abends, Autoscheiben kratzen, Schnee räumen und und und…

winter

Ok, daran hat jetzt nicht nur diese MESZ Schuld, aber die macht uns das doch so bewusst oder? Übrigens, die Sommerzeit wurde eigentlich mal eingeführt, weil man sich davon Energieeinsparung erhoffte. Man wollte den Energieverbrauch zwischen Sommer und Winter angleichen – und damit vielleicht den Unterschied etwas geringer machen. Voll nach hinten losgegangen, das weiss man ja heute. Aber irgendwie hat das Thema Zeitumstellung schon sehr sehr lange viele Leute beschäftigt:

(mehr …)

Tag der Frauen in ländlichen Gebieten – noch nie gehört? Dann wirds Zeit!

frau

Als ich vorgestern von meiner Freundin Margot diese WhatsApp bekam:

 

frauentag

Da dachte ich schon: Häh? Schon wieder? Aber cool, uns Frauen kann man ja auch niemals genug feiern. Ich habs mir schon genau vorgestellt: ich komme abends heim, es brennen weiße Kerzen auf dem weiß gedeckten Tisch. Mein Mann steht mit Kochschürze am Herd, vor sich das aktuelle Kochbuch eines Sternekoches, der Duft irgendeines Mega-Super-Menüs liegt im ganzen Haus, mein toller Riedl-Rotwein-Dekanter ist gefüllt mit einem Mega-Super-Rotwein. Ich werde begrüßt mit: Hallo mein Schatz, wie war Dein Tag? Darf ich Dir die Jacke abnehmen? Jetzt setz Dich aber erstmal hin, trink ein Glas Rotwein mit mir und entspann Dich. Wenn Du magst, massier ich Dir super gern den Nacken und danach gibt’s dann ein schönes Essen…. Und, ach ja, das putzen und aufräumen danach übernehme natürlich auch ich. Du kannst dann schon einmal die Füße hochlegen, es Dir auf dem Sofa gemütlich machen und einen schönen Liebesfilm raussuchen… Hach, Tagträume haben doch etwas sehr Schönes an sich oder?




Und dann kam die nächste WhatsApp von Margot:

Eigentlich ist heute internationaler Tag der Frauen in ländlichen Gebieten – heißt wirklich so!! 😘😘❤❤… Aber mia ghearn ohnehin jeden Tag gfeiert 💪💪💪😂😂❤❤❤

Und da dachte ich zunächst: Hoppsala… dieser Tag ist ja gar nicht für alle Frauen! Noch besser! Dieser Tag ist gedacht für uns Frauen in „ländlichen Gebieten“. Dann muss ja irgendwann noch einmal ein „Tag für die Frau in der Stadt“ stattfinden und vielleicht auch ein „Tag für die Frau in der Stadt, die gern auf dem Land leben würde“ oder der „Tag der Frau auf dem Land, die manchmal in der Stadt essen geht“. Ach, mir fallen da Tage ein, die würden ein ganzes Jahr füllen – und jeder Tag ein Tag für uns Frauen! Tolle Vorstellung!

Das war vorgestern und ich hatte keine Zeit, über dieses Thema zu bloggen (Danke übrigens Margot für diesen guten Tipp!) Gern mehr davon 😉 Und heute sitze ich hier, hab noch einmal darüber nachgedacht, ob ich tatsächlich darüber schreiben soll und schnell mal geschaut, was dieser „Internationale Tag der Frauen in ländlichen Gebieten“ überhaupt bedeuten soll. Und was soll ich sagen – mit meiner Theorie, dass dieser Tag für uns hier gedacht sein soll, lag ich ziemlich daneben – ich hatte einfach das Wort „international“ übersehen.

(mehr …)

Generation Y oder Weniger ist mehr…

y

Weniger ist mehr! Downsizing oder Downshifting sind die Begriffe für das neue Lebensgefühl. Dafür, dass immer mehr Menschen ihr Leben und ihren Lebensraum minimalisieren. Sie verzichten auf unnötigen Besitz oder Konsum und Zufriedenheit und Glückseligkeit haben bei diesem „Megatrend“ nur oberflächlich mit materiellen Dingen zu tun. Mit „Konzentration auf das Wesentliche“ könnte man das neue Lebensziel vieler junger Menschen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren – auch die „Generation Y“ genannt – vielleicht besser beschreiben.




„Besitz kann überschaubar und auf das Wesentliche reduziert sein, wir leben trotzdem im Überfluss!“ – so und ähnlich lauten Statements in Blogs von „Downshiftern“, die wie Pilze aus dem Boden schießen.

Wird unsere Welt auf den Kopf gestellt? Steuert uns die nächste Generation in den Ruin? Oder ist es eine Chance auf ein besseres Leben?

Ich finde es ja erstaunlich, dass gerade die Generation, die höchstens noch von ihren Großeltern und auch das wohl nur ansatzweise vom zweiten Weltkrieg etwas weiß und sorglos und glücklich sowie mit viel materiellem Luxus aufgewachsen ist – ich will sagen, die eigentlich all das Schöne genießen könnte – dieses scheinbare Glück so nicht mehr haben will.

sparen

Mein Großvater wurde im Jahr 1898 geboren, er erlebte die kargen Zeiten nach dem zweiten Weltkrieg live. Kinder mussten ernährt, ein Dach über dem Kopf schwer erarbeitet, ganze Städte wieder aufgebaut und dazu noch schwerste Kriegstraumata verarbeitet werden. Aber das muss ich euch nicht erzählen, sind ja auch alles alte Kamellen… Sicher waren aber genau diese Erfahrungen der Grund, warum unsere Großeltern und auch unsere Eltern uns „Baby-Boomern“ – jetzt so um die 50 – eines eingetrichtert haben: Arbeite so viel Du kannst, verdiene Geld soviel Du kannst, spare so viel Du kannst – rechne immer mit „schlechten Zeiten“! Aber jetzt ändert sich alles…

(mehr …)

Hühnersuppe, Wadenwickel & Co. – was ist dran an den Hausmittelchen?

medikamente

Es ist wieder so weit. Kaum geht’s mit den Temperaturen in den Keller kommen diese Genossen wieder ans Tageslicht: Virus, Bakterien, Erreger & Co. Haben wir noch vor wenigen Tagen im T-shirt und kurzer Hose die Spätsommersonne genossen? Nun ja, heute liegen wir mit Schniefnase, Hals- und Gliederschmerzen, Husten und weiteren Erkältungsanzeichen auf dem Sofa. Ich persönlich finds ja gar nicht schlimm – eigentlich freue ich mich sogar darüber – eine Erkältung gleich am Anfang der kalten Jahreszeit zu bekommen. Wenn sie einmal da war, hab ich meistens den Rest des Winters meine Ruhe… Ganz im Sinne von und frei nach Karl Valentin: „Ich freue mich, dass ich erkältet bin, denn wenn ich mich nicht freue, bin ich auch erkältet ;-)“




Es dauert lange, bis ich mich den Viren und Erregern geschlagen gebe. Doch irgendwann geht’s einfach nicht mehr und ich muss mir selbst eingestehen, dass ich im Bett jetzt doch besser aufgehoben wäre. Nur gut, wenn das passiert bevor ich meine Kollegen angesteckt habe… Wenn es dann soweit ist und Virus & Co. die Herrschaft über meinen Körper erlangt haben schaffe ich es trotzdem immer noch irgendwie in die Apotheke – Grippemittel kaufen. Wow, was für eine kunstvolle Zusammenstellung von Erkältungs- und Grippemedikamenten mich schon im Eingangsbereich erwartet! Links grippostad, rechts Aspirin plus C, dazwischen Nasensprays „To Go“ (natürlich im Angebot) und das ganze optisch ansprechend umrahmt von Wärmflaschen, Hustenbonbons, heißer Zitrone als Aufgussgetränk und der aktuellen Apotheken-Umschau mit wertvollen „Tipps für die kalte Jahreszeit“. Ja, so schauts zur Zeit doch aus in den Läden mit dem großen roten A – ich wollte es schon fotografieren, so schön fand ich die optische und zweckdienliche Zusammenstellung…

Leider wollten dies meine Kopf- und Gliederschmerzen aber nicht, mit dem vor die Nase gedrückten Tempo und leichten Schwindelattacken betrete ich also das „Paradies der Pharma-Industrie“ – das Kunstwerk im Eingangsbereich ignorierend. Auf die Frage der freundlichen Apotheken-Helferin, was es denn sein dürfe – sehe ich etwa so aus als bräuchte ich Hämorrhoiden-Salbe oder ein Mittel gegen Fußpilz? Man sieht doch: ICH BIN ERKÄLTET!, antworte ich also: „Was gegen Erkältung und Grippe bitte!“ (Gedachte aber nicht ausgesprochene Ergänzung: „Und das Ganze bitte schnell!“). Die Apothekenhelferin: „Da hätten wir dieses Kombi-Präparat, das ist gerade im Angebot. Aber es gibt auch Produkt X und Produkt Y. Brauchen Sie denn noch ein Schmerzmittel, etwas gegen Husten und Halsweh und etwas gegen Schnupfen und Fieber?“ Ich würde ihr am liebsten ins Gesicht brüllen: „Ja, alles brauche ich, aber am meisten brauch ich jetzt ganz schnell mein Bett. Gib mir endlich was gegen diese Erkältung, kann doch nicht so schwer sein!“

Beladen mit einer ganzen Tüte voller Erkältungsmittelchen torkel ich dann nach Hause, setze mich an den Küchentisch und studiere…. Die Beipackzettel! Mir ist schon schwindelig, aber jetzt hab ich das Gefühl, in einer Achterbahn durch Kurven und Loopings geschleudert zu werden. Mannomann, wenn ich jetzt noch nicht krank bin, dann spätestens, wenn ich all diese Grippemittel genommen habe…

Und da sind mir wieder ganz viele alte Dinge eingefallen, Hausmittelchen, die ich irgendwann in meinem Leben von irgendjemandem, der es gerade gut mit mir meinte, erfahren und angewendet habe – bei Erkältung und Grippe. Aber wie ist das eigentlich mit Hühnersuppe, Wadenwickeln & Co.? Helfen diese Hausmittelchen wirklich und wogegen genau kann man sie gezielt einsetzen? Ich hab mich mal ein wenig schlau gemacht:

(mehr …)